Ethnobotanischer Garten,  Selbertun

Die gesündeste und schnellste Art Zwetschgen einzukochen

Man kennt es: genau dann, wenn die Zwetschgen reif sind, gibt es gärtnerisch, beruflich, familienmäßig…. noch genug anderes zu tun. Daher liebe ich dieses Rezept, das ich von meiner Mutter habe, ganz besonders:

  • ohne Zusatz von Wasser und Zucker!!
  • es geht schnell (nur am Entsteinen kommst du nicht vorbei)
  • die Zwetschgen sind mind. 1-2 Jahre gut lagerbar ohne viel Platz zu verbrauchen
  • und es ist LECKER!!!!
….auch von Kindern heiß begehrt…

Die Zwetschgen zu ernten bedeutet – zumindest mir geht es so – große Freude! Wenn man sie anfasst, verschwindet die kleine Wachsschicht, die ihnen den tollen Indigo-Ton verliehen und hat und sie werden violett. Im Baum auf der Leiter zu stehen, dem Ort der Blüte bis hin zur Fruchtentwicklung, „in der Pflanze“ Zwetschgenbaum zu stehen – einfach ganz wundervoll.

…immer etwas Leckeres aus dem Glas zur Hand….

Okay, jetzt hast du also die Zwetschgen (manche von Euch werden auf gekaufte zurückgreifen). Wie geht es weiter?

  • waschen
  • halbieren und entsteinen und gucken, ob „Bewohner“ drin sind
  • alle gesunden, guten Zwetschgenhälften werden fest in saubere, heiß ausgespülte Schraubgläser eingeschichtet
  • gut reinstapeln, festdrücken
  • ggf. ab und zu ein kleines Stück Zimtstange oder Lebkuchengewürz mit einschichten (ich lasse das weg, dann bin ich flexibler, auch wg. möglichst ungewürzter „Kleinkind-Nahrung“)
  • In den Gläser muss schon ca. 1 cm Abstand zum Deckel sein, aber man sollte sehr fest stapeln, denn die Zwetschgen werden um einiges zusammensacken
  • Die Gläser fest zuschrauben. Mit einem sauberen Deckel, versteht sich. Wichtig: Auch das Glasgewinde muss gänzlich sauber sein.
  • Anmerkung zum Thema Deckel: wer es besonders „gesund“ haben möchte, achtet darauf, Deckel zu verwenden, die anstelle der kleinen Mini-Schaumschicht einen „blauen Ring“ im Deckel haben. Das ist die neue Blue-Seal-Technologie, die frei von Weichmachern ist. Guckt mal in Gläser-Deckel aus dem Bio-Laden oder von Brotaufstrichen…
  • Die Gläser in einen großen Topf stellen (auf ein Schwammtuch, sonst klappert es) oder in einen Einkochtopf (hier gibt es ja diese Gitterroste). Wasser einfüllen, so dass die Gläser mindestens bis zur Hälfte von Wasser bedeckt sind/umgeben sind. Gläser können auch komplett unter Wasser stehen, wenn ich mehrere Lage in einen Einkochtopf einschichten will und kleine Gläser verwende. Topfdeckel schließen.
  • Alles zum Kochen bringen. Ab dem Zeitpunkt, wo in den Gläsern Blasen aufsteigen, lasse ich es 50-60 Min. köcheln.
  • Langsam im Topf auskühlen lassen.
Also Lagerplatz brauchen die Zwetschgen wirklich nicht viel: DUNKEL und KÜHL (Keller, Vorratsraum wäre gut!
  • Beschriften (Papierstückchen, die mit Klebestift aufgeklebt werden, lösen sich am besten wieder ab (später in der Spülmaschine automatisch))
  • vor allem das Datum nicht vergessen.
  • Dunkel und kühl lagern!
  • Wir haben es bis jetzt nur geschafft, die Gläser max. ein Jahr aufzuheben, weil es so lecker ist!! Der Geschmack leidet etwas bei älterem eingekochten Obst (finde ich), aber rein von der Haltbarkeit sind die Zwetschgen natürlich mehrere Jahre lagerbar. (Aus Interesse habe ich mal klassisch in Weckgläser eingekochte Zwetschgen nach 5 Jahren probiert. Etwas fad vom Geschmack, aber nicht verdorben.)
Die Farbe leuchtet ganz besonders schön im Herbstlicht!

Zu was wir die Zwetschgen essen?

  • klassisch zu Hirsebrei als Frühstück
  • als Kompott als Kinder-Zwischenmahlzeit
  • was auch sehr lecker ist: Quinoa-Kaiserschmarren (gekochter Quinoa mit Rosinen, ganz ohne Zucker, einfach in Butter braten) plus „Zwetschgenröster“ = Butter in Topf zerlassen, etwas Zimt rein, ein Glas Zwetschgen öffnen und rein…
  • zu Milchreis, Waffeln….
Hirsebrei mit eingekochten Zwetschgen (süßer Saft 😉 ohne dass Zucker zugesetzt wurde – schmeckt Leckermäulern wie unserem Kind ganz besonders )

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